FAQ – Fragen und Antworten zum Industriedruck
Von der Anfrage über Druckdaten und Verfahren bis zu Material, Beständigkeit und Lieferung: Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns Kunden am häufigsten stellen.
Anfrage & Angebot
Wie erhalte ich ein Angebot?
Senden Sie uns Ihre Anfrage über das Formular, per E-Mail an info@intecprint.de oder rufen Sie uns an. Hilfreich sind Zeichnung oder Druckdaten, Material, Format, Farbanzahl, Stückzahl und Wunschtermin. Fehlen Angaben, klären wir sie im Gespräch.
Gibt es eine Mindestbestellmenge?
Nein, eine starre Mindestmenge gibt es nicht. Wir fertigen vom Einzelstück und Muster bis zur Großserie. Bei sehr kleinen Mengen empfehlen wir oft Digitaldruck, weil keine Siebe oder Klischees anfallen.
Bekomme ich vor der Serie ein Muster?
Ja. Auf Wunsch fertigen wir Andrucke oder Erstmuster zur Freigabe – bei Industriekunden auf Anfrage mit Erstmusterprüfbericht (EMPB).
Arbeiten Sie auch mit Rahmenverträgen und Abrufaufträgen?
Ja. Wir fertigen Jahresmengen vor, lagern sie bei uns ein und liefern auf Abruf – siehe Lager und Versand.
Druckdaten & Vorstufe
Welche Dateiformate kann ich liefern?
Am besten druckfähige PDF-Dateien (PDF/X) oder Vektordaten aus Illustrator, als EPS oder SVG. Für Konturschnitt, Fräsen und Lasern benötigen wir die Kontur als Vektor, gerne auch als DXF oder DWG.
Was ist der Unterschied zwischen Vektor- und Pixeldaten?
Vektordaten bestehen aus Linien und Flächen und sind beliebig skalierbar – ideal für Sieb- und Tampondruck. Pixelbilder (JPG, PNG) haben eine feste Auflösung und eignen sich für Fotos im Digitaldruck. Logos und Schriften sollten immer als Vektor vorliegen.
Können Sie meine Daten aufbereiten oder ein Layout erstellen?
Ja. Wir prüfen jede Datei vor dem Druck und bereiten sie auf. Fehlen Daten, erstellen wir Reinzeichnung und Layout im Haus – auch nach Skizze, Foto oder Altmuster.
Wie stellen Sie sicher, dass meine Hausfarbe stimmt?
Geben Sie uns die Farbe als Pantone-, HKS- oder RAL-Wert oder als Farbmuster vor. Im Siebdruck mischen wir Sonderfarben exakt an und gleichen sie messtechnisch und visuell ab.
Druckverfahren
Welches Druckverfahren ist für mein Projekt das richtige?
Siebdruck bietet die höchste Deckkraft und Beständigkeit für flache Teile und mittlere bis hohe Stückzahlen. Tampondruck ist ideal für gewölbte, kleine und unebene Teile. Digitaldruck lohnt sich bei kleinen Auflagen, Fotos und variablen Daten. Wir empfehlen Ihnen das passende Verfahren nach Bauteil, Menge und Anforderung.
Was ist Industriesiebdruck?
Beim Siebdruck wird die Farbe mit einer Rakel durch ein feines Gewebe auf das Material gedrückt. Dabei entsteht ein dicker, deckender Farbauftrag, der besonders lichtecht, abriebfest und chemikalienbeständig ist. Wir drucken auf über zehn Siebdruckmaschinen bis zum Format 1.700 × 1.000 mm.
Wofür eignet sich Tampondruck?
Ein elastischer Silikontampon überträgt das Motiv von einem Klischee auf das Teil. So lassen sich auch konvexe, konkave und strukturierte Oberflächen bedrucken – etwa Gehäuse, Schalter, Bedienknöpfe oder Werbeartikel. Wir drucken bis zu vier Farben.
Können variable Daten wie Seriennummern gedruckt werden?
Ja. Fortlaufende Nummern, Barcodes, DataMatrix- und QR-Codes setzen wir im Digitaldruck oder per Lasergravur um – auch kombiniert mit einem Siebdruck-Grundmotiv.
Industrieller Siebdruck
Welche Bauteile eignen sich für technischen Siebdruck?
Alles mit ebener oder leicht gewölbter Druckfläche: Frontfolien, Folientastaturen, Typenschilder, Frontplatten, Gehäuseflächen, Glas- und Acrylplatten, Etiketten und Aufkleber. Stark gewölbte oder kleine Teile bedrucken wir im Tampondruck.
Wann ist Siebdruck besser als Digitaldruck?
Wenn Deckkraft, Beständigkeit und exakte Sonderfarben zählen – etwa bei weißen Drucken auf dunklem Grund, im Außeneinsatz, bei Chemikalienkontakt oder bei hinterleuchteten Symbolen. Ab mittleren Stückzahlen ist Siebdruck zudem meist wirtschaftlicher. Digitaldruck spielt seine Stärken bei Fotos, Farbverläufen, Kleinstmengen und variablen Daten aus.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich Siebdruck?
Weil für jede Farbe ein Sieb angefertigt wird, verteilen sich die Rüstkosten mit steigender Auflage. Je nach Format und Farbanzahl ist Siebdruck oft schon ab einigen Dutzend Teilen sinnvoll; für Einzelstücke und Muster empfehlen wir meist den Digitaldruck. Wir rechnen Ihnen beide Varianten gern durch.
Gibt es Materialien, die sich schlecht bedrucken lassen?
Kunststoffe mit sehr niedriger Oberflächenenergie wie PE, PP oder Silikon sowie stark strukturierte oder ölige Oberflächen sind anspruchsvoll. Mit Vorbehandlung und passenden Farbsystemen lassen sich viele davon trotzdem sicher bedrucken – wir testen das vorab am Muster.
Welche Vorbehandlung braucht das Material vor dem Druck?
Je nach Material reinigen und entfetten wir die Oberfläche, aktivieren Kunststoffe per Beflammung oder Corona-Behandlung oder setzen Haftvermittler ein. Welche Vorbehandlung nötig ist, legen wir nach Haftungstests fest.
Für welche Branchen eignet sich technischer Siebdruck?
Für nahezu alle Industrien – vom Maschinenbau über Automotive, Elektrotechnik, Medizintechnik, Chemie und Optik bis zu Hausgeräten, Spielwaren und Baumaschinen. Eine Übersicht finden Sie unter Branchen.
Materialien & Beständigkeit
Auf welche Materialien drucken Sie?
Auf nahezu alle: Kunststoffe wie Polycarbonat, Polyester, PVC, PMMA, ABS und PP, Metalle wie Aluminium und Edelstahl, außerdem Glas, Holz, Karton, Folien sowie Reflex- und Nachleuchtmaterialien.
Wie beständig sind die Drucke?
Das bestimmen Material, Farbsystem und Veredelung. Für Außeneinsatz, Chemikalien, Hitze oder häufige Reinigung wählen wir UV-stabile und lösemittelbeständige Farben und schützen den Druck bei Bedarf durch Laminat oder Lack.
Prüfen Sie die Haftung auf meinem Material?
Ja. Vor der Serie testen wir die Haftung, zum Beispiel mit der Gitterschnittprüfung, und bei Bedarf die Beständigkeit gegenüber Ihren Reinigern oder Medien am Originalteil.
Kann auf pulverbeschichtete oder eloxierte Oberflächen gedruckt werden?
Ja. Pulverbeschichtete, lackierte und eloxierte Oberflächen bedrucken wir im Sieb- oder Tampondruck. Auf Eloxal ist außerdem eine dauerhafte Lasergravur möglich.
Weiterverarbeitung & Lieferung
Welche Weiterverarbeitung bieten Sie an?
Schneiden und Plotten, CNC-Fräsen, Laserschneiden und Gravieren, Laminieren und Kaschieren, Doming sowie Montage, Konfektionierung und Individualfertigung – alles an unserem Standort in Netphen.
Wie lang ist die Lieferzeit?
Sie hängt von Verfahren, Menge und Weiterverarbeitung ab. Den verbindlichen Liefertermin nennen wir mit dem Angebot. Eilaufträge sind nach Absprache möglich.
Liefern Sie auch ins Ausland?
Ja. Wir liefern bundesweit und auf Anfrage international.
Kann ich die Produktion vor Ort besuchen?
Gern. Vereinbaren Sie einen Termin – wir zeigen Ihnen Maschinenpark und Abläufe in Netphen.





